Der Verein

Der Verein Unterwegs e.V. wurde 1998 in Göttingen gegründet.
Er ist als gemeinnützig zum Zwecke der Förderung des Natur- und Umweltschutzes anerkannt.

Die Vereinsphilosophie:

Die gegenwärtige Verkehrssituation ist an einem Punkt angelangt, an dem sie allgemeine Ratlosigkeit auslöst. Die Autos werden in beherrschender Monokultur betrieben und so klar es ist, dass sie auf diese Weise Menschen, Tiere und Pflanzen abzutöten beginnen, so mangelt es doch an Alternativen und Visionen. Eben diese wollen wir entwickeln.

Grundlage für unsere Visionsentwicklung ist die Betrachtung der Stadt als ein ökologisches System. Den Verkehr sehen wir ebenfalls als ökologisches System. Ökologische Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass Leben abstirbt, wenn das System von einer Monokultur dominiert wird. Und Leben entwickelt sich, wenn eine möglichst breite Vielfalt sich entfalten darf und miteinander in Beziehung  tritt, miteinander spielt und tanzt.

Auf dieser Grundlage wollen wir folgenden Fragen nachforschen:

  • Was gibt es denn eigentlich alles für praktikable Möglichkeiten, sich ohne Auto fortzubewegen?
  • Wie verändert sich das Leben, wenn wir nur einen einzigen Lebensbereich auf autofrei umschalten? Beispielsweise den Freizeitbereich?
  • Wo gibt es eigentlich in unserer Stadt Nischen, in denen die Natur Platz genommen hat?
  • Welche Tiere leben eigentlich wild in unserer Stadt? Wie und wo leben sie, die Marder, Hummeln, Vögel, Käfer und Asseln? Was tun sie so?
  • Was passiert mit dem Ökosystem Stadt,  wenn sich mehr ökologisch und artgerecht gehaltene Nutztiere ansiedeln?
  • Was passiert mit dem Ökosystem Verkehr, wenn diese Tiere auch zur Fortbewegung genutzt werden? Und sich einfädeln in den regulären Straßenverkehr?
  • Wie verändert sich die Stimmung eines Autofahrers/einer Autofahrerin, wenn eine Kutsche auf der Straße fährt? Und wie sein/ihr Fahrverhalten?

Uns sind in der Beschäftigung mit derlei Fragen folgende Werte begegnet:

* Entschleunigung etwa, als notwendiger Gegenpol zur Beschleunigung
* die Wahrnehmung des Nahbereichs
* Kontakt Tier/Mensch
* die Aufwertung des Unterwegs-seins an sich als Erlebnis

Ein ökologisches System ist nicht in Beton gegossen. Es ist lebendig, flexibel,  ständig in Bewegung. Um das ganze System zu verändern, braucht es keine großen oder harten Eingriffe. Auch kleine Impulse, wie der berühmte Flügelschlag einer Libelle setzen sich fort und können das ganze System verwandeln. In diesem Sinne setzen wir unsere Impulse in die Stadt, in den Verkehr…mögen sie zu mehr Lebensfreundlichkeit und mehr Lebensbejahung beitragen.